Gablonzer Ornament
Material: Glasperlen, Draht
Größe: 16 cm hoch, Ø 6 cm
Alter: um 1920
Herkunft: Gablonz, Tschechien
Zustand:
Schöner gebrauchter Zustand mit normalen Altersspuren.
Beschreibung:
Gablonzer Christbaumornament aus der Zeit um 1920, in Handarbeit aus Glasperlen und Glasstäbchen auf Draht gefertigt. Weiße Glasstäbchen bilden eine filigrane, geometrische Umrahmung um eine große verspiegelte Glaskugel mit umlaufendem gelbem Streifen. Silberfarbene Glasperlen betonen die Verbindungen und umgeben das Mittelstück wie ein Kranz. Ein beweglich aufgehängtes Perlengehänge bildet den unteren Abschluss. Die Kombination aus klarer Form, zarten Weißtönen und silbernem Glanz verleiht dem Ornament seinen besonderen Reiz. Ein sammlerwürdiges Stück mit authentischen altersbedingten Gebrauchsspuren und erhaltener Patina. Garantiert alt – keine Reproduktion.
Geschichte zur Herstellung des Gablonzer Glasperlenschmuck
Die Herstellung des Gablonzer Glasperlenschmuck hat eine lange Tradition. Die Geschichtsschreibung begann um das Jahr 1550 in Gablonz / Sudetenland (heutiges Tschechien) und entwickelte sich im Zusammenhang mit der Bijouterie und Glasbranche. Damals entstanden die ersten Glashütten und daraus wiederum Glasschleifereien. In den unzähligen Gablonzer Familienbetrieben wurden aus Glasröhren, die Perlen vor einem Öllämpchen mit Blasebalgverstärkung, oder später mit einer Art Bunsenbrenner aufgeblasen. Auf diese Weise entstanden die frei aus der Hand ohne formgebende Hilfsmittel aufgeblasenen "Freihandperlen". Später blies man die Glasröhren, auch wieder vor der „Lampe", mit Hilfe einer in dieser Region entwickelten Perlenformmaschine zur „Formperle" auf. Vater und Großvater waren in der Regel für das Aufblasen der Perlen zuständig. Dieses Perlenmaterial reihten danach Mutters und Großmutters fleißige Hände auf Draht zu bestimmten Formationen auf.
Antiker Gablonzer Christbaumschmuck ist mittlerweile unter Kennern hoch geschätzt und gilt als begehrtes Sammlerobjekt.