Schubkarre
Material: Glasperlen, Draht
Größe: 3 cm breit, 8 cm lang
Alter: um 1930
Herkunft: Tschechien, Gablonz
Zustand:
Schöner gebrauchter Zustand.
Beschreibung:
Antiker Christbaumschmuck aus Gablonz in Form einer Schubkarre, entstanden um 1930. Die filigrane Arbeit besteht aus auf Draht aufgezogenen Glasperlen in Silber, Weiß und kräftigem Rot. Unterschiedlich geformte, teils gerippte und facettierte Perlen bilden den Aufbau und die langen Griffe der Schubkarre. Besonders reizvoll ist das blütenförmig gestaltete Rad aus rot-orangefarbenen Glasperlen mit silberfarbener Mitte. Ein sammlerwürdiges Stück Gablonzer Glasperlenschmucks, das durch seine ungewöhnliche Form und die detailreiche Gestaltung besticht. Garantiert alt – keine Reproduktion.
Geschichte zur Herstellung des Gablonzer Glasperlenschmuck
Die Herstellung des Gablonzer Glasperlenschmuck hat eine lange Tradition. Die Geschichtsschreibung begann um das Jahr 1550 in Gablonz / Sudetenland (heutiges Tschechien) und entwickelte sich im Zusammenhang mit der Bijouterie und Glasbranche. Damals entstanden die ersten Glashütten und daraus wiederum Glasschleifereien. In den unzähligen Gablonzer Familienbetrieben wurden aus Glasröhren, die Perlen vor einem Öllämpchen mit Blasebalgverstärkung, oder später mit einer Art Bunsenbrenner aufgeblasen. Auf diese Weise entstanden die frei aus der Hand ohne formgebende Hilfsmittel aufgeblasenen "Freihandperlen". Später blies man die Glasröhren, auch wieder vor der „Lampe", mit Hilfe einer in dieser Region entwickelten Perlenformmaschine zur „Formperle" auf. Vater und Großvater waren in der Regel für das Aufblasen der Perlen zuständig. Dieses Perlenmaterial reihten danach Mutters und Großmutters fleißige Hände auf Draht zu bestimmten Formationen auf.
Antiker Gablonzer Christbaumschmuck ist mittlerweile unter Kennern hoch geschätzt und gilt als begehrtes Sammlerobjekt.