Vogel auf Zwicker
Material: Glas, Metall Zwicker, Schwanz aus Glasfaser, Glimmer
Größe: 14,5 cm lang
Alter: um 1930
Herkunft: Deutschland, Lauscha
Zustand:
Guter gebrauchter Zustand mit normalen Altersspuren.
Beschreibung:
Dieser antike Glasvogel aus Lauscha entstand in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, ca. 1930. Der verspiegelte Glaskörper ist fein beglimmert und zeigt ein plastisch ausgearbeitetes Federkleid. Der lange, spitze Schnabel, die kleinen dunklen Augen und der helle Faserschwanz prägen sein Erscheinungsbild. Die silberne Oberfläche mit ihrer gewachsenen Patina verleiht diesem sammelwürdigen Stück einen besonderen Reiz. Garantiert alt – keine Reproduktion.
"Fein Beglimmert" ist eine Verzierung bei altem Christbaumschmuck. Dabei handelt es sich um winzige Glasstückchen die auf die Oberfläche von Glasornamenten aufgestreut und fixiert wurde. Dadurch entsteht eine glitzernde, raue und besonders dekorative Oberfläche.
Glasschmuck aus Lauscha / Christbaumschmuck aus Glas
Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurde gläserner Christbaumschmuck vor allem in Thüringer Heimarbeit gefertigt. Einer Legende nach erfand ihn 1847 ein armer Lauschaer Glasbläser als Ersatz für teure Äpfel und Walnüsse. Belegt ist ein Auftrag über sechs Dutzend „Weihnachtskugeln“ aus dem Jahr 1848. Mit dem Bau der Lauschaer Gasanstalt 1867 konnten größere und dünnwandigere Kugeln hergestellt werden. Ab etwa 1870 ersetzte die Versilberung mit Silbernitrat die zuvor verwendete gesundheitsschädliche Zinn-Blei-Legierung. Anschließend wurden die Stücke von Hand bemalt oder in Farbe getaucht und teilweise mit Glimmer verziert. Sonneberger Verlagshäuser übernahmen den Vertrieb. Durch den Export in die USA, unter anderem durch F. W. Woolworth ab etwa 1880, erlangte Lauschaer Christbaumschmuck internationale Verbreitung.